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Madagaskar – Der Affenbrotbaum Baobab

Madagaskars Baobabs – Von Verehrten, Verliebten, und Versauten Gastbeitrag Die Baobab-Allee in Morondava ist landschaftlich DAS Wahrzeichen Madagaskars. Neben Kattas und Chamäleons ziert sie die meisten Reiseführer und ist nicht selten das einzige, was einem zu Madagaskars Landschaft einfällt. Ich hatte gleich das große Glück, diese tatsächlich so atemberaubende Allee mehrfach besuchen und somit verschiedene Lichtsituationen fotografieren zu können. Baobabs sehen wirklich majestätisch und zuweilen witzig aus: Da die Baumkrone eher wie Wurzelwerk anmutet, gibt es diverse Legenden und Erzählungen weshalb die Bäume „falsch herum“ in der Erde stecken. Beeindruckend ist aber vor allem der massive Stamm: Riesig im Durchmesser und wahnsinnig hoch. Da kommt man sich schon sehr klein vor, wenn man neben einem Baobab steht, den Kopf in den Nacken legt und versucht, die Höhe zu erfassen. Die Baobabs sind für die Madagassen „fady“, was in diesem Falle heilig bedeutet. Es gibt sogar besondere Baobabs, zumeist die ganz alten, welche verehrt werden. Man bringt ihnen auch Opfergaben. Weil Baobabs als so besonders gelten, werden sie auch nur teilweise als Baumaterial oder anderweitig verwertet. …

Kirindy – von Trauma, Trockenwald und Trumpf

Anna war auf Madagaskar. nach ihrem Interview berichtet sie nun von Kirindy. Das Trauma Wie ich schon vor Reisebeginn wusste, würden mich gleich auf der ersten Etappe der Reise meine Ängste herausfordern. Und so ging es am vierten Tag auf Madagaskar mit gemischten Gefühlen los in Richtung Kirindy. Hier erwartete mich die simpelste Unterkunft während unserer Reise – ein schlichter Holzbungalow, immerhin mit Bad „en suite“. Das einzig fließende Wasser war in diesem Bad in den nächsten Tagen jedoch mein eigener Schweiß, denn die Luftfeuchtigkeit von ca. 80% war eine der größten Herausforderungen. Als wir nachmittags ankamen, gab es keinen Strom, der Generator war ausgefallen und somit gab es keine Toilettenspülung, keine Dusche und kein kaltes Bier. Mit den beiden ersten Dingen kann man ja klarkommen. Aber kein kaltes Bier? Da fackelte die Reiseleitung nicht lang und es wurde aus der nächsten „Zivilisation“ ein Klotz Eis geholt. Die restlichen Probleme waren schneller gelöst: Vor jedem Bungalow wurden ein voller Eimer Wasser und ein Becher bereitgestellt. Da es zwar in den nächsten Tagen Strom gab, die Pumpe …

Madagaskar – von Kattas, Kakerlaken und Chamäleons

Ihre erste Fernreise auf eigene Faust führte Anna nach Madagaskar. Der Wunsch, die Tierwelt der Insel mit der Kamera zu erkunden war stärker als die vielen kleinen Sorgen, was schiefgehen könnte. Im Gespräch verrät Anna, wie sie die Reise erlebt und wie diese sie verändert hat. Wenn Menschen sich an Fernreisen herantasten, wählen sie häufig zunächst Ziele wie die USA oder Thailand aus. Warum hast Du Dich für Madagaskar entschieden? Warum Madagaskar? Keine Ahnung. Irgendwann als Kind erzählte mir meine Mutter, wir fahren mal nach Afrika. Daraufhin studierte ich den Diercke Weltatlas meiner großen Schwester und – warum auch immer – diese gar nicht so kleine Insel faszinierte mich. Die Hauptstadt Antananarivo kannte ich also vom Namen her schon mit sieben Jahren und habe sie nie vergessen. Meine Mutter und ich sind übrigens bis heute nicht zusammen nach Afrika gefahren. Aber zurück zu deiner Aussage mit dem ersten Fernreise-Ziel: Ich bin ein halbes Jahr vorher mit Freunden tatsächlich in die USA gefahren. Dort haben wir drei Wochen lang die klassische Westküstentour gemacht: L.A., San Francisco, …